Diamantdrahtsägen sind Schneidwerkzeuge, die in Verbindung mit Diamantdrahtsägemaschinen eingesetzt werden; die Umfangsgeschwindigkeit des Drahtes ist eng mit der Schnittleistung verknüpft. Führt eine höhere Geschwindigkeit zwangsläufig zu einer höheren Schnittleistung? Wie sollte die Umfangsgeschwindigkeit für unterschiedliche Betriebsbedingungen ermittelt werden?

Lineare Geschwindigkeit für Steinbruchbetriebe

Beim Abbau von Gestein sollte die Schnittgeschwindigkeit der Seilsäge mit zunehmender Härte des Gesteins und zunehmender Schnittfläche reduziert werden. Beim Schneiden von hartem Gestein oder bei großen Schnittflächen ist eine geringere Schnittgeschwindigkeit erforderlich. Umgekehrt kann die Geschwindigkeit beim Schneiden von weichem Gestein oder bei kleineren Schnittflächen erhöht werden.
Im Allgemeinen liegt die Abbaugeschwindigkeit beim Marmorabbau bei 38–40 m/s; bei harten Marmorsorten wie Serpentinit bei 32–38 m/s; bei weichem Granit bei 22–30 m/s; und bei hartem Granit bei 20–33 m/s. Die optimale Abbaugeschwindigkeit sollte durch Versuche und Analysen in Abhängigkeit von der jeweiligen Gesteinsart ermittelt werden.

Lineare Geschwindigkeit für Steinbearbeitungsvorgänge

Bei der Formgebung und dem Plattenzuschnitt wird die Umfangsgeschwindigkeit anhand von Faktoren wie der Gesteinsart und den Abmessungen (Länge) des Rohblocks bestimmt.
Für Standard-Schneidvorgänge werden Schnittgeschwindigkeiten von 24–26 m/s für Granit und 30–32 m/s für Marmor empfohlen. Je härter das Gestein oder je länger die Schnittfläche des Blocks ist, desto geringer sollte die Schnittgeschwindigkeit sein. Eine zu hohe Schnittgeschwindigkeit kann zum Abstumpfen der Sägezähne führen, während eine zu niedrige Geschwindigkeit deren Abnutzung in eine elliptische oder kegelförmige Gestalt verursachen kann.