Seitliches Schleifen: Warum die Haftfestigkeit einen Unterschied macht

Beim Seitenschleifen mit einer Diamantschleifscheibe muss die Bindung die Schleifkörner den beim Betrieb auftretenden Kräften fest entgegenhalten. Werden die Körner nicht ausreichend gehalten, kann die Scheibe vorzeitig Schleifmittel verlieren und die erwartete Schleifleistung nicht erbringen.
Einlagige, hochtemperaturgelötete Diamantschleifscheiben bieten einen anderen Ansatz als herkömmliche galvanisierte Scheiben. Beim Löten bildet sich eine metallurgische Verbindung zwischen den Diamantkörnern, der Lötlegierung und dem Metallsubstrat. Diese starke Verbindung sorgt dafür, dass die Schleifkörner auch dann sicher gehalten werden, wenn ein großer Teil jedes Korns freiliegt.
Bei der im Quellmaterial beschriebenen Schleifscheibenkonstruktion beträgt die Bindemittelschicht etwa 20–30 % der Schleifkornhöhe, sodass rund 70–80 % freiliegen. Diese offene Struktur schafft mehr Raum für den Späneabtransport und kann die Belastung der Schleifscheibe bei anspruchsvollen Schleifvorgängen reduzieren.
Diese Proportionen sind konstruktionsspezifisch und keine universellen Anforderungen. Die geeignete Kornfreilegung und Bindungsstruktur hängen vom Schleifscheibenhersteller, der Schleifmittelspezifikation und dem vorgesehenen Anwendungsbereich ab.
Ein wichtiger Punkt sollte nicht übersehen werden: Eine starke Haftung macht eine Schleifscheibe nicht automatisch für das Seitenschleifen geeignet. Die Scheibe muss für die vorgesehene Kontaktfläche und die Schleifkräfte ausgelegt und entsprechend dimensioniert sein. Die Verwendung einer nicht dafür zugelassenen Seite einer Schleifscheibe kann ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen.

Planschleifen und die Eigenschaften von metallgebundenen Schleifscheiben

Gesinterte, metallgebundene Diamantschleifscheiben verwenden häufig Bronze oder andere metallische Bindemittel. Die Bindung entsteht durch Hochtemperatursintern und führt zu einer Schleifscheibe, die unter anspruchsvollen Bedingungen eine gute Formstabilität, Verschleißfestigkeit, Wärmeleitfähigkeit und Festigkeit bietet.
Diese Eigenschaften machen metallgebundene Schleifscheiben für geeignete Anwendungen mit harten Werkstoffen nützlich. Ihre tatsächliche Leistungsfähigkeit hängt jedoch von der Bindemittelzusammensetzung, der Diamantkonzentration, der Scheibenkonstruktion und den Schleifbedingungen ab.
Die Auswahl der Schleifscheibe sollte sich nach dem Werkstück richten und nicht allein nach der Härte oder Standzeit der Scheibe. Diamantschleifmittel werden häufig für Werkstoffe wie Stein, Keramik, Hartmetalle und andere schwer zerspanbare Materialien verwendet. Sie sind im Allgemeinen ungeeignet zum Schleifen von normalem Stahl, da Diamant bei üblichen Schleiftemperaturen mit Eisen reagieren und so den Schleifmittelverschleiß beschleunigen kann.
Die Kontaktfläche und das Schleifverfahren spielen ebenfalls eine Rolle. Vor dem Einsatz einer metallgebundenen Diamantscheibe zum Planschleifen ist sicherzustellen, dass deren Konstruktion für den jeweiligen Bearbeitungsvorgang geeignet ist und die Maschine einen stabilen Kontakt zum Werkstück gewährleisten kann.

Die Genauigkeit der Maschine kann über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.

Selbst eine hochwertige Diamanttrennscheibe kann übermäßige Vibrationen oder Spindelrundlauf nicht ausgleichen. Unzureichende Steifigkeit kann zu instabilem Kontakt, ungleichmäßigem Schleifen, uneinheitlicher Oberflächenqualität und beschleunigtem Scheibenverschleiß führen.
Die ursprüngliche technische Richtlinie gibt einen Spindelrundlauf von maximal 0,01 mm an. Dieser Wert dient als Referenzwert aus dieser Quelle und ist keine allgemeingültige Anforderung für jede Schleifmaschine. Die tatsächliche Toleranz muss den Maschinenspezifikationen und den prozessbedingten Genauigkeitsanforderungen entsprechen.
Für den beabsichtigten Schleifvorgang können auch kleine, kontrollierte Quervorschubschritte erforderlich sein. Die Vorschubeinstellungen sollten entsprechend der Schleifscheibe, dem Werkstück und der Maschine gewählt werden und nicht als feste Regel angewendet werden.
Prüfen Sie vor dem Schleifen den Zustand der Schleifscheibe, die korrekte Montage, die zulässige Drehzahl und die Kompatibilität mit der Maschine. Schleifscheiben mit Rissen, Beschädigungen oder Anzeichen von Haftungsablösung dürfen nicht verwendet werden. Beachten Sie die Montage- und Betriebsanweisungen des Herstellers und überschreiten Sie niemals die Nenndrehzahl.
Für Hersteller und Anwender von Diamantschleifwerkzeugen besteht das praktische Ziel darin, die Konstruktion der Schleifscheibe, das Schleifverfahren, das Werkstückmaterial und die Maschinengenauigkeit aufeinander abzustimmen. Die Berücksichtigung dieser Faktoren ist sinnvoller als die alleinige Auswahl einer Schleifscheibe anhand der Haftfestigkeit.